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Das 1+1+1+ Wir waren dabei

Gurtweil

 

Über Generationen hinweg, vom Kleinkind mit dem Schnuller im Mund bis zum Opa mit dem Rollator, haben alle die musikalische Leistung der Jungmusiker im Blasmusikverband Hochrhein gefeiert. In der voll besetzten Gemeindehalle Gurtweil entlockten die 73 Nachwuchsmusiker zum Abschluss des „1-1-1-Projekts“ (ein Wochenende, ein Orchester, ein Konzert) ihren begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern viel Beifall. Damit zollte das Publikum ihnen große Anerkennung für die musikalische Spielfreude. Mit den lobenden Worten der Projektleiterin Minna Granacher: „Ihr habt gezeigt, was in euch steckt“, endete das erfolgreiche Probenwochenende.

Am Freitagnachmittag trafen sich die Jungmusiker in den Räumen der Gurtweiler Schule, um sich dort mit den fünf jungen Dirigenten, unterstützt von weiteren Registerdirigenten, musikalisch weiterzubilden, die Freude am Musizieren zu leben und die Konzertstücke einzustudieren. Dabei kamen die gängigen Blasinstrumente und Schlagwerke ebenso zum Einsatz wie ein Cello, eine Gitarre und zwei Akkordeons.

Die wuselige Musikantenschar wurde dabei vom Organisationsteam des Musikvereins Gurtweil betreut. Am Samstag wurden die Registerproben fortgesetzt und am Sonntag kam es schließlich zum Höhepunkt des vom Musikverein Gurtweil bereist zum dritten Male ausgerichteten 1-1-1-Projekts: zum Abschlusskonzert.

Am Sonntagvormittag waren die Stuhlreihen bald besetzt und die große Musikerschar wurde von Eltern, Geschwistern, Onkel und Tanten, Omas und Opas sowie weiteren Konzertgästen mit anhaltendem Beifall begrüßt. Sie alle wollten sehen und hören, was die musizierenden Kinder und Jugendlichen am Wochenende gelernt hatten.

Jessica Wölfle vom Organisationsteam stimmte die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Konzertreigen ein und schon schallte die Klangvielfalt der 73 Instrumente über und in die Köpfe der etwa 200 Konzertgäste. So erklang als Erstes eine Komposition von James Swearingen mit dem Titel „As The Eagle Flies“, die von der Dirigentin Luisa Rütschle einstudiert und angeleitet und von den Jungmusikern selbst anmoderiert wurde.

„Schließt die Augen und träumt Euch ein bisschen weg“, empfahl die nächste junge Ansagerin. Denn die musikalische Fantasiereise unter der Leitung von Hannes Walde führte mit dem rhythmusbetonten Stück „Punta Cana“ von Markus Götz in die Karibik. Danach wurde es „ein bisschen verrückt“, sagte ein Mädchen und stimmte damit die gespannten Zuhörer auf „Dr. Rockenstein“ ein, eine aufregende Komposition von Steve Hodges. Nadine Eckert führte die Jungmusiker sicher durch die rockige Musik mit einer verblüffend kreischenden Einlage und bewirkte damit bei den Konzertgästen sichtlich Spaß und Freude beim Zuhören.

Beim folgenden vierteiligen Werk von Eric J. Hovi „African Scenes“, das von Annette Holzapfel dirigiert wurde, kam plötzlich der Alarmruf „Achtung, ein Krokodil!“ Die Musizierenden stiegen schnell auf die Stühle und brachten sich in Sicherheit, worüber sich das Publikum lachend und Beifall spendend freute. Dann folgte bereits das letzte Konzertstück mit dem Titel „Funkytown“ von Steven Greenberg, ein Disco-Klassiker, dirigiert von Alexandra Böhler.

Vor der abschließenden Zugabe würdigte Marina Reichmann vom Blasmusikverband Hochrhein, Bezirk 1, die tolle Leistung der 73 jungen Musiktalente und dankte den vielen Unterstützern des 1-1-1-Projekts. Dieses von der Sparkasse-Hochrhein-tiftung „An morgen denken“ unterstützte Projekt wird im nächsten Jahr in Weilheim fortgesetzt.

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